Schon zum dritten Mal fand die Messe Summit Umweltwirtschaft.NRW vom 10.12. – 11.12.2019 in Essen statt. Diese Veranstaltung ermöglicht branchenübergreifende Dialoge und schafft ein Netzwerk zwischen Verbänden, Kommunen, Unternehmen, Agenturen, Start-Ups und Hochschulen mit dem gemeinsamen thematischen Schwerpunkt der Umweltwirtschaft. Die Aussteller, unter anderem aus den Bereichen umweltfreundliche Energiewandlung und Mobilität, Material- und Energieeffizienz, Wasser- und Ressourcenwirtschaft, präsentierten innovative Lösungen für zukünftige Herausforderungen auf nationaler sowie internationaler Ebene. Summit verfolgt das Ziel, eine Plattform zu bieten, um weitere Partner, Unterstützer und interessierte Akteure zu mobilisieren und dadurch die Umweltwirtschaft zu stärken.

Mit einer kurzen Begrüßung der BesucherInnen um 10:00 Uhr und Einführung in das Programm startete die Messe am zweiten Tag. Erfreulicherweise kamen rund 450 Teilnehmende an zwei Messetagen zum Branchentreff Summit, unter denen sich auch viele junge potenzielle Nachwuchskräfte aus verschiedenen Universitäten tummelten. Aber auch namenhafte Persönlichkeiten, wie die Landesumweltministerin Ursula Heinen-Esser oder der Vorstandsvorsitzende der Daimler- und Benz-Stiftung Prof. Dr. Eckard Minx, waren vor Ort mit eigenen Vorträgen dabei. Neben insgesamt 24 angebotenen Fachvorträgen und Workshops in der Ausstellungsarena mit spannenden und mitreißenden Themen wie beispielsweise „Eco-Design Workshop Produktentwicklung“ oder „3D-Druck: Recycling leicht gemacht!“, traten beim Matchmaking Unternehmen und Nachwuchskräfte in einen direkten zehnminütigen Austausch. Natürlich gab es darüber hinaus noch geführte Rundgänge und persönliche Gesprächsmöglichkeiten an den jeweiligen Ständen der Ausstellenden. Ein weiteres Highlight war die Auszeichnung „Kluge Köpfe der Umweltwirtschaft“ mit durchaus außergewöhnlichen, smarten und umweltschonenden Einfällen für eine bessere Zukunft. Platz drei holte sich eine junge Frau, die durch die Umgestaltung des Eherings eine Heirat ökologischer macht. Auf dem zweiten Platz stand die Idee einer mobilen Ladestation für Elektrofahrzeuge und Platz eins ging an einen Studenten, der mit seinem Team die Gebäudeökologie neu plant und umgestaltet, da der Bausektor bisher wenig digitalisiert ist.

Von der Universität Siegen waren Sebastian Taugerbeck und Sonja Heinemann als geladene Gäste auf der Messe in Essen unterwegs. Besondere Aufmerksamkeit, insbesondere im Hinblick auf das sustainKMU Projekt, weckten die Unternehmen „neusta software development west“ und „Reedu GmbH & Co. KG“. Data Scientist Dr. Michael Schulte erläuterte den Aspekt der Künstlichen Intelligenz, mit denen sich das Unternehmen beschäftigt, genauer. Zur Veranschaulichung für Besuchende demonstrierte neusta auf TV und Laptop, wie riesige Datenmengen mit Hilfe von Assistenzsystemen schneller bewertet und Potenziale aufgedeckt werden können. Als Beispiel für die Visualisierung von Daten wurden Brillen im Filmausschnitt gezeigt, durch denen Betriebsdaten zu sehen sind, um mögliche Fehler unmittelbar zu erkennen. Reedu stellte das bekannteste Produkt ihres Unternehmens vor – die „senseBox“, ein Bausatz zum Programmieren und Experimentieren für Schulen und alle, die das Verständnis für Umweltdaten und Einsparpotenziale erweitern möchten. Diese Erfindung ermöglicht, aufgrund von Sensoren, die Messung von verschiedenen Umweltphänomenen, wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftdruck, Beleuchtungsstärke, UV-Strahlung etc. Über eine spezielle Website im Internet können dann gemessene Werte für andere NutzerInnen der Box veröffentlicht werden und Anwendende auf weitere Datensätze zugreifen.

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