Kostenfreie Schulungsreihe startet im Januar

Qualifizierung von Mitarbeitern für das digitale Energiemanagement

Mit einer Workshopreihe unterstützt sustainKMU beim Einstieg in die Thematik Energie- und Ressourceneffizienz. Mitarbeiter aus KMU haben über die Workshops die Möglichkeit, sich unkompliziert dem Themenfeld zu nähern und praktische Anwendertipps für den Umgang mit digitalen Tools zu sammeln. Die Workshopreihe besteht aus sechs Modulen, die, aufeinander aufbauend, vom „großen Blick aufs Ganze“ bis hinein in den Arbeitsablauf bzw. Produktionsprozess zoomen. Die Workshops richten sich an kleine und mittlere Unternehmen, die das Thema Energieeffizienz zwar auf ihrer Agenda haben, sich aber bislang noch nicht mit der konkreten Umsetzung beschäftigen konnten.

Ziel ist es, mit einfachen Bordmitteln ein brauchbares System zur Steigerung der Energie- und Ressourceneffizienz aufzubauen und anwenden zu können.

Nach einem Überblick über gesetzliche Grundlagen und Rahmenbedingungen betrachten wir gemeinsam Unternehmensprozesse und deren Erfassung, den Einsatz geeigneter Tools sowie die Auswertung der digitalen Daten und deren Visualisierung. Im Anschluss zeigen wir auf, wie die betrachteten Fallbeispiele in die Praxis übertragen werden können und welche Fördermittel hierbei unterstützen können. 

  1. Energiemanagement in KMU – die Basics
  2. Prozesse richtig erkennen und aufnehmen
  3. Energie- und Ressourcendaten digital erfassen
  4. Auswertung von Energiedaten
  5. Umsetzungs- und Maßnahmenmanagement
  6. Abschlussveranstaltung

Die Teilnahme an der Workshopreihe ist kostenfrei, die einzelnen Module bauen aufeinander auf und finden monatlich (je 90 Minuten Dauer) statt. Nach Durchführung der Seminarreihe erhalten die Teilnehmer eine Urkunde für die erfolgreiche Durchführung. Weitere Informationen zu den Inhalten finden Sie in unserem Seminarflyer.  

Zur Anmeldung

Open Source Simulations-App für Photovoltaik-Anlagen geplant

Lohnt sich die Anschaffung einer Photovoltaik-Anlage? Welche Photovoltaik-Anlage passt zu meinem Strombedarf? Welche Erträge kann eine geplante Photovoltaik-Anlage realisieren? Wie unterscheiden sich die Erträge im Jahres- und im Tagesverlauf?

Diese und ähnliche Fragen stellen sich KMUs häufig vor der Anschaffung einer PV-Anlage. Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Civey aus Dezember 2019 beziehen bereits mehr als ein Drittel aller KMUs Ökostrom, mehr als 20 % produzieren ihn selbst. Aufgrund ihrer Modularität sind in diesem Kontext Photovoltaik-Anlagen besonders beliebt. Neben wichtigen Aspekten wie Nachhaltigkeit und Umweltschutz liegen die weiteren Vorteile einer solchen Anlage für Unternehmen auf der Hand: Die Abhängigkeit von Entwicklungen am Strommarkt sinkt und eine Erhöhung des Autarkiegrades bringt mittelfristig auch finanzielle Vorteile.

Konventionelle und frei verfügbare Anwendungen zur Simulation einer PV-Anlage können die eingangs formulierten Fragen nur unzureichend beantworten. Deshalb entwickeln wir im Rahmen von sustainKMU eine Anwendung, die stärker auf die tatsächlichen Bedürfnisse der Unternehmen eingeht und ihnen eine detaillierte Entscheidungshilfe für den Planungsprozess einer PV-Anlage liefert.

Nach der Angabe zum Standort der geplanten Anlage – in Form der Wahl einer Region aus NRW – werden Daten zur Größe, Orientierung und Neigung der geplanten PV-Anlage abgefragt. Nachdem alle Daten angegeben wurden, startet die Simulation. Dabei verwenden wir von uns entwickelte sogenannte stochastische Modelle zur Erzeugung von vielen möglichen Szenarien für den stündlichen PV-Ertrag der geplanten Anlage.

Der Nutzer erhält abschließend eine detaillierte Dokumentation der Simulationsergebnisse. Im ersten Abschnitt wird das lokale Strahlungspotenzial für den geplanten Standort analysiert und verdeutlicht, während im zweiten Abschnitt auf die geplante Dimensionierung und Ausrichtung der PV-Anlage eingegangen wird. Durch aussagekräftige visuelle Darstellungsformen und Tabellen erhält der Nutzer ein realistisches Bild über mögliche Erträge. Insbesondere wird dadurch sowohl die jährliche und tägliche Saisonalität als auch die Schwankungsbreite aufgrund unterschiedlicher Wetterbedingungen deutlich. So kann der Nutzer leicht beurteilen, wie sich besonders sonnenreiche oder -arme Jahre auf den Ertrag seiner Anlage auswirken.

Anfang 2021 wird die Open Source Simulations-App auf der Projekthomepage zum Testen freigeschaltet. Bis zum Abschluss des Projektes bieten sich hier, z. B. durch die Kombination mit Stromverbrauchsdaten oder durch die zusätzliche Betrachtung von Stromspeichern, zahlreiche Erweiterungsmöglichkeiten.

(Virtuelles) viertes Konsortialtreffen sustainKMU – 29.09.2020

Am Dienstag, den 29.09.2020, fand unser viertes Konsortialtreffen statt – zum Schutz der Teilnehmenden, musste dieses erneut via Videokonferenz abgehalten werden. Nach der Begrüßung der über 20 Anwesenden durch Nico Castelli und Sebastian Taugerbeck, fand zunächst eine Vorstellung des aktuellen Stands und der weiteren Fortschritte innerhalb des Projektes durch die zuständigen Partner statt.

Seit dem letzten gemeinsamen Konsortialtreffen im April, hat das Projekt erneut große Fortschritte gemacht. Es wurden 25 Unternehmens- und 16 Veranstaltungsbesuche, sowohl als Aussteller wie auch als Besucher, absolviert. Des Weiteren wurden zwei Publikationen veröffentlicht (A copula-based time series model for global horizontal irradiation und Eco-InfoVis at Work: Role-based Eco-Visualizations for the Industrial Context), zwei weitere befinden sich noch in der Einreichung und Begutachtung.

Als nächstes größeres Ziel wurde unter anderem der Abschluss der empirischen Anforderungsanalyse präsentiert. In diesem Rahmen wurde auch die Umfrage zu Energiebedarfen – mit Fokus auf produzierendes Gewerbe und Dienstleister in NRW und Südwestfalen – präsentiert, die ab sofort online ist (www.soscisurvey.de/sustainkmu). Die zusätzliche Möglichkeit der postalischen Teilnahme befindet sich aktuell in der Umsetzung und wird zeitnah ebenfalls angeboten. Neben der Interviewreihe, teilnehmenden Beobachtungen, diversen Workshops und Umfragen, dient dies als Grundlage zur Entwicklung der Digitalen Infrastruktur, Systeme und Dienste als auch der Qualifizierungsmaßnahmen.

Im späteren Verlauf des Treffens, stellten die übrigen Projektpartner ihre zukünftigen Ziele und weiteren Etappen innerhalb des Projektes vor. Ferner wurden anstehende Termine festgelegt und konkrete Ziele bestimmt. Es kam anschließend noch zu einer offenen Diskussion, in welcher eventuelle Rückfragen und Anregungen ihren Platz fanden, bevor sich die Teilnehmenden in die Mittagspause begeben konnten. Wie zuletzt fand man sich nach der Pause noch einmal zu thematischen Workshops zusammen, welche in die Arbeitsgruppen Öffentlichkeitsarbeit, Mitarbeiterqualifikation und Anwendungen und Schnittstellen unterteilt waren. Dort wurde noch intensiv über das weitere Vorgehen in Sachen Organisation, Planung und Außendarstellung diskutiert.

Marktstudie Energiemanagement-Software abgeschlossen

Im Rahmen der Anforderungserhebung der technischen Infrastruktur haben wir eine Marktstudie durchgeführt, die einen Überblick über vorhandene Software zur Unterstützung des Energiemanagements bietet. Gesetzlich sind vor allem größere Unternehmen dazu verpflichtet, ein Energieaudit nach DIN EN 16247-1 durchzuführen oder alternativ ein Energiemanagementsystem (EnMS) einzuführen. Doch auch in kleineren Unternehmen sind die Energieeinsparpotentiale hoch. Mit der Untersuchung des Marktes für EnMS-Software, wollen wir daher speziell für KMU eine Übersicht der Funktionen solcher Software geben. Um diese Funktionen in der Studie bestmöglich darzustellen, wurde eine Umfrage, welche an die Softwareanbieter gerichtet ist, durchgeführt. Die Ergebnisse der Umfrage werden in der Marktstudie vorgestellt und bezüglich der Ziele des Forschungsprojektes sustainKMU diskutiert. Die abgeschlossene Studie steht nun hier zum Download zur Verfügung.

(Virtuelles) drittes Konsortialtreffen sustainKMU – 21.04.2020

Am Dienstag, den 21.04.2020, fand unser drittes Konsortialtreffen statt – dieses Mal allerdings via Videokonferenz. Nach einer kurzen Begrüßung aller Teilnehmenden durch die wissenschaftlichen Mitarbeiter Nico Castelli und Sebastian Taugerbeck, präsentierte jeder Projektpartner zunächst die von ihnen erreichten Ergebnisse, Meilensteine und Ziele, um anschließend einen Ausblick auf die weiteren Schritte und die Arbeitsorganisation der nächsten sechs Projektmonate zu liefern.

Das Vorhaben sustainKMU liegt im Zeitplan, sodass insgesamt keine Abweichung von der Projektplanung zu verzeichnen ist: So wurden beispielsweise erste Ergebnisse mit Blick auf relevante Nutzungskontexte und praxisbezogene Anforderungen für die zu entwickelnden Systeme und Maßnahmen aus den Experteninterviews, teilnehmenden Beobachtungen, Umfragen und Workshops vorgestellt, welche im Rahmen der empirischen Erhebung eines ersten Anforderungssets durchgeführt wurden. Die ASEW erarbeitete einen Marktüberblick von Qualifizierungsmaßnahmen und legte zudem erste Erkenntnisse aus ihrer umfragebasierten Markstudie vor, in der bereits vorhandene Systeme aus dem Bereich des Energiemanagements und -audits hinsichtlich ihres Leistungsspektrums geprüft wurden.

Nico Castelli stellte die Idee einer plattformunabhängigen Web-App vor, mit der es möglich ist, relevante Stammdaten und andere Informationen, zum Beispiel zu Energieträgern, aus Unternehmen digital zu erfassen. Zudem wurde der prototypische Einsatz erster Teilsysteme bei den Anwendungspartnern diskutiert. Im Hinblick auf die Entwicklung einer digitalen Lernplattform, wurde eine Test-Infrastruktur aufgebaut, um die Umsetzbarkeit und Funktionsweisen der Open Source Demo-Plattform zu testen.

Im weiteren Verlauf des Meetings, klärten schließlich alle Partner über ihre geplanten Schritte auf, die weiteren Projektziele wurden bestimmt und anstehende Termine festgelegt. Noch vor der Mittagspause gab es eine offene Diskussionsrunde für eventuelle Rückfragen. Für die anschließenden Workshops erfolgte dann die Zuteilung aller Teilnehmenden in drei Arbeitsgruppen mit den thematischen Schwerpunkten Öffentlichkeitsarbeit, Mitarbeiterqualifizierung, Anwendungen und Schnittstellen. Gemeinsam mit allen Forschungs- und Industriepartnern, wurde hier noch intensiv über die weitere Planung, Organisation und unsere Außendarstellung diskutiert sowie an Konzepten und Inhalten für die digitale Lernplattform gearbeitet.

Ergebnisse der Online-Umfrage werden in Marktstudie zu Anforderungen der technischen Infrastruktur verarbeitet

Die Online-Umfrage zu Energiemanagementsystemen (EnMS) ist beendet und wird nun ausgewertet. Die Ergebnisse der Umfrage werden in einer Marktstudie zu IT-basierten Lösungen für Energieeffizienz verarbeitet. Die Studie wird sich primär auf EnMS-Software beziehen und die Herausforderungen, die es auf dem Markt für solche Softwareprogramme gibt, herausstellen. Die Umfrage liefert einen Überblick zu vorhandenen Angeboten und deren Kriteriumsspektrum. Dieses wird hinsichtlich der Unterstützung zur Energieeffizienzsteigerung in KMU analysiert werden. Die Marktstudie wird in den kommenden Monaten abgeschlossen und anschließend veröffentlicht.

Online-Umfrage zu Energiemanagementsystemen gestartet

Im Rahmen des Forschungsprojektes sustainKMU führen wir eine Marktstudie zu Energiemanagementsystemen (EnMS) durch.

Der Markt an Softwarelösungen für EnMS ist breit aufgestellt. Hier existieren zahlreiche Systeme mit unterschiedlichem Leistungsspektrum und Schwerpunkten. Sowohl Unternehmen, die ein EnMS einführen wollen, als auch Energieberater, die im Zuge der Berichterstattung Energieverbräuche erfassen und analysieren, haben unterschiedliche Anforderungen an ein solches System. Gerade für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) ist ein Überblick über die verschiedenen Systeme und prinzipiellen Funktionsweisen sehr hilfreich.

Ziel der Marktstudie ist es daher, einen Überblick über die vorhandenen EnMS zu erhalten und die Funktionen voneinander abzugrenzen.

Für die Erstellung der Studie suchen wir noch nach Unterstützung. Falls Sie also eine solche Softwarelösung anbieten, nehmen Sie gerne an der Studie teil und füllen Sie die Online-Umfrage aus. > Zur Online-Umfrage <

Der Fragebogen umfasst 15 Fragen, die in wenigen Minuten beantwortet werden können. Wir möchten Sie bitten, die Fragen auf die von Ihnen angebotene Software gewissenhaft zu beantworten. Die Umfrage läuft bis zum 03.02.2020.

Die in der Umfrage abgefragten Kriterien wurden so ausgewählt, dass sie für Unternehmen und Energieberater von hoher Relevanz sind. Die Ergebnisse der Marktstudie werden im Nachhinein im Rahmen des Forschungsprojektes ausgewertet und bieten eine interessante Grundlage für alle, die sich einen Überblick über das Leistungsspektrum vorhandener EnMS verschaffen möchten.

Summit Umweltwirtschaft.NRW 2019

Schon zum dritten Mal fand die Messe Summit Umweltwirtschaft.NRW vom 10.12. – 11.12.2019 in Essen statt. Diese Veranstaltung ermöglicht branchenübergreifende Dialoge und schafft ein Netzwerk zwischen Verbänden, Kommunen, Unternehmen, Agenturen, Start-Ups und Hochschulen mit dem gemeinsamen thematischen Schwerpunkt der Umweltwirtschaft. Die Aussteller, unter anderem aus den Bereichen umweltfreundliche Energiewandlung und Mobilität, Material- und Energieeffizienz, Wasser- und Ressourcenwirtschaft, präsentierten innovative Lösungen für zukünftige Herausforderungen auf nationaler sowie internationaler Ebene. Summit verfolgt das Ziel, eine Plattform zu bieten, um weitere Partner, Unterstützer und interessierte Akteure zu mobilisieren und dadurch die Umweltwirtschaft zu stärken.

Mit einer kurzen Begrüßung der BesucherInnen um 10:00 Uhr und Einführung in das Programm startete die Messe am zweiten Tag. Erfreulicherweise kamen rund 450 Teilnehmende an zwei Messetagen zum Branchentreff Summit, unter denen sich auch viele junge potenzielle Nachwuchskräfte aus verschiedenen Universitäten tummelten. Aber auch namenhafte Persönlichkeiten, wie die Landesumweltministerin Ursula Heinen-Esser oder der Vorstandsvorsitzende der Daimler- und Benz-Stiftung Prof. Dr. Eckard Minx, waren vor Ort mit eigenen Vorträgen dabei. Neben insgesamt 24 angebotenen Fachvorträgen und Workshops in der Ausstellungsarena mit spannenden und mitreißenden Themen wie beispielsweise „Eco-Design Workshop Produktentwicklung“ oder „3D-Druck: Recycling leicht gemacht!“, traten beim Matchmaking Unternehmen und Nachwuchskräfte in einen direkten zehnminütigen Austausch. Natürlich gab es darüber hinaus noch geführte Rundgänge und persönliche Gesprächsmöglichkeiten an den jeweiligen Ständen der Ausstellenden. Ein weiteres Highlight war die Auszeichnung „Kluge Köpfe der Umweltwirtschaft“ mit durchaus außergewöhnlichen, smarten und umweltschonenden Einfällen für eine bessere Zukunft. Platz drei holte sich eine junge Frau, die durch die Umgestaltung des Eherings eine Heirat ökologischer macht. Auf dem zweiten Platz stand die Idee einer mobilen Ladestation für Elektrofahrzeuge und Platz eins ging an einen Studenten, der mit seinem Team die Gebäudeökologie neu plant und umgestaltet, da der Bausektor bisher wenig digitalisiert ist.

Von der Universität Siegen waren Sebastian Taugerbeck und Sonja Heinemann als geladene Gäste auf der Messe in Essen unterwegs. Besondere Aufmerksamkeit, insbesondere im Hinblick auf das sustainKMU Projekt, weckten die Unternehmen „neusta software development west“ und „Reedu GmbH & Co. KG“. Data Scientist Dr. Michael Schulte erläuterte den Aspekt der Künstlichen Intelligenz, mit denen sich das Unternehmen beschäftigt, genauer. Zur Veranschaulichung für Besuchende demonstrierte neusta auf TV und Laptop, wie riesige Datenmengen mit Hilfe von Assistenzsystemen schneller bewertet und Potenziale aufgedeckt werden können. Als Beispiel für die Visualisierung von Daten wurden Brillen im Filmausschnitt gezeigt, durch denen Betriebsdaten zu sehen sind, um mögliche Fehler unmittelbar zu erkennen. Reedu stellte das bekannteste Produkt ihres Unternehmens vor – die „senseBox“, ein Bausatz zum Programmieren und Experimentieren für Schulen und alle, die das Verständnis für Umweltdaten und Einsparpotenziale erweitern möchten. Diese Erfindung ermöglicht, aufgrund von Sensoren, die Messung von verschiedenen Umweltphänomenen, wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftdruck, Beleuchtungsstärke, UV-Strahlung etc. Über eine spezielle Website im Internet können dann gemessene Werte für andere NutzerInnen der Box veröffentlicht werden und Anwendende auf weitere Datensätze zugreifen.

Zu Gast bei den Kryptonauten: Ein Vortrag zur Blockchaintechnologie und deren Anwendungsgebieten

Am 09.12.2019 luden die Kryptonauten zu einem Vortrag zum Thema Blockchain in das Gründerwerk Siegen der Sparkasse ein. Die Kryptonauten sind eine Community, die sich mit dem Thema Distributed-Ledger-Technologies befasst.

Wir von sustainKMU waren auch vor Ort, um mehr über die Möglichkeiten der Blockchaintechnologie zu erfahren.

Die Blockchaintechnologie ist vor allem durch den Einsatz bei Kryptowährungen, wie zum Beispiel Bitcoin, bekannt geworden. Darüber hinaus gibt es aber noch viele weitere Einsatzmöglichkeiten dieser Technologie.

Der Vortrag behandelte die vielfältigen Anwendungsgebiete von Blockchains und ging auf das hohe Potenzial ein, welches von der Industrie über das Finanzwesen, bis hin zur Nachhaltigkeit reicht. Aus diesen Gründen wird der Technologie eine große Relevanz für die Zukunft vorhergesagt. Die Blockchaintechnologie kann überall da zum Einsatz kommen, wo das Vertrauen zwischen den Akteuren fehlt, da eine Blockchain als manipulationssicher gilt und sämtliche Transkationen transparent dargestellt werden. In Zeiten der Digitalisierung sind diese Attribute besonders wichtig.

Weiterhin wurden die technologische Grundlage und das Funktionsprinzip erläutert.  Auch auf die Schwächen von Blockchain wurde eingegangen. Zum Beispiel wurde der hohe Energieverbrauch des „Proof of Work“-Konzepts kritisiert und es wurden Alternativen diskutiert. Im Anschluss an den Vortrag konnte man sich mit den rund 20 Teilnehmenden austauschen und den informativen Abend in Ruhe ausklingen lassen.

KMU beim Energiesparen unterstützen

Am 09.10.2019 fand die Auftaktveranstaltung für das auf drei Jahre angesetzte Projekt sustainKMU in der Industrie- und Handelskammer Siegen statt. Nico Castelli, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Fakultät III (Wirtschaftswissenschaften, Wirtschaftsinformatik und Wirtschaftsrecht) der Uni Siegen hat das im Rahmen des Leitmarktwettbewerbs EnergieUmweltwirtschaft.NRW mit insgesamt 1,6 Millionen Euro geförderte Projekt dem Publikum vorgestellt.

Neben mehreren Vorträgen zu den Themen Datenbasierte Energieeffizienz in der Produktion, Energie- & Ressourceneffizienz in der Praxis und den Auswirkungen des EDL-G 2019 für KMU, stellten sich die Projektpartner beim Speed-Meeting vor. Über 30 Teilnehmer aus der Region fanden Ihren Weg zur IHK – und diskutierten mehr als vier Stunden rege, interessiert und durchaus kritisch: „Das Interesse an unserem Projekt hat uns natürlich sehr gefreut. Das zeigt, dass das Thema Energieeffizienz – bei aller Sperrig- und Widerspenstigkeit im Detail – bei den Unternehmen hoch oben auf der Agenda steht. Das Projekt sustainKMU hat das Potenzial, gerade im Bereich der Mitarbeitersensibilisierung sowie über digitale Unterstützung entscheidende Akzente zu setzen“.

In sustainKMU geht es darum, Unternehmen dabei zu helfen, mit einfachen Mitteln Energie und Ressourcen einzusparen. Denn viele kleine und mittlere Unternehmen wollen Energiesparmaßnahmen umsetzen, wissen aber nicht, welche Möglichkeiten effizient sind und welche Maßnahmen sich wirklich lohnen. „Wir entwickeln Software, mit der die Unternehmen simulieren können, wie sich Energiesparmaßnahmen auswirken. Damit sie das vorab bewerten können“, erklärt Nico Castelli. Die fünf Projektpartner haben bereits bei vorherigen Projekten mit ähnlicher Thematik zusammengearbeitet. Ansätze und Strategien, die in diesen Vorgängerprojekten entstanden, werden deshalb konsequent aufgegriffen und fortentwickelt. Das Ziel: Bis Ende 2022, wenn das Projekt endet, den KMU in Nordrhein-Westfalen (und darüber hinaus) Unterstützungsmaterialien an die Hand zu geben, um diese und ihre Mitarbeiter fit für eine energiesparende Zukunft zu machen.